17. Juni 2013
Britische Eliteuniversitäten legen zuviel Wert auf beste Noten.
Die Zeitung "Britisch Telegraph" berichtet über eine Regierungsstudie. Demnach lassen die besten britischen Unis immer mehr Abgänger von teuren Privatschulen zu und immer weniger Schüler aus öffentlichen Schulen. Der Beauftragte für soziale Mobilität und Ex-Minister Alan Milburn forderte die Hochschulen auf, wieder mehr auf einen fairen sozialen Mix von Studenten zu achten, der die britische Gesellschaft realistisch abbilde.
Dafür müsse der Zulassungsprozess überdacht werden. Der Trend im Moment geht der Studie zufolge dahin, hauptsächlich auf die besten Noten zu achten und die kämen meist von den Privatschulen. Dabei brächten auch die Absolventen der öffentlichen Schulen viel Potential mit, auch wenn ihre Noten erst einmal schlechter seien. Diese Schüler stammen in der Regel aus weniger reichen Schichten.
Vor allem Top-Universitäten, darunter auch Oxford oder Cambridge, lägen weit hinter den angestrebten Zahlen für Studenten aus ärmeren Familien. Insgesamt fordern die Autoren der Studie, rund 3.700 Studienplätze mehr als bisher für Bewerber von öffentlichen Schulen zu reservieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)