17. Juni 2013

Ratgeber richtig Schreiben über Schwule und Lesben

Schwul oder lesbisch kann man sein - von einem "Bekennen" dazu sollte aber nicht die Rede sein.

Der Verband schwuler und lesbischer Journalisten hat einen Ratgeber dazu veröffentlicht, wie richtig über Homosexuelle geschrieben wird. Die Begriffe "schwul" und "lesbisch" sind demnach erlaubt. Sie sind nach Aussage der Autoren kein Schimpfwort. Schwule und Lesben nutzten sie selbst, um ihre sexuelle Identität zu beschreiben. Dagegen sei nicht in Ordnung, von einem Bekenntnis zur Homosexualität zu schreiben. Im Ratgeber steht, dass man sich nur zu einer Straftat, zu einer Sünde oder einem Glauben bekennen kann - Homosexualität dagegen ist nichts davon.

Der Begriff "Homo-Ehe" ist nach dem Ratgeber zwar nicht ganz glücklich. Er sei aber in Ordnung, wenn es um Gleichstellung zur Ehe gehe. Dagegen seien Formulierungen wie "Homo-Verdacht" oder "Homo-Vorwurf" eindeutig abwertend.

Der Ratgeber kann hier heruntergeladen werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)