18. Juni 2013

Rückspiegel: Vor zehn Jahren verzweifelten Verbraucher am Dosenpfand

Im Rückspiegel sehen wir verwirrte Kunden und hilflose Verkäuferinnen - und das alles wegen des neuen Dosenpfands.

Das Rücknahmesystem für Einwegflaschen und Dosen war Anfang 2003 eingeführt worden, brachte aber jede Menge Ärger. Darum beschloss das rot-grüne Bundeskabinett am 18. Juni - also ein halbes Jahr später - das Gesetz schon wieder zu ändern.

Das Problem: Industrie und Handel hatten sich bis zuletzt gegen die Einführung des Einwegpfands gewehrt und kaum Vorbereitungen getroffen. Geschäfte nahmen darum erst mal nur Flaschen zurück, die sie selbst auch verkauft hatten. Verbraucher mussten sich das genau merken und ihre Kassenbons aufheben.

Die Gesetzesänderung im Juni sollte das System vereinheitlichen - funktioniert hat das zuerst aber auch nicht. Erst nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs 2005 wurde es einfacher. Inzwischen können Verbraucher ihr Leergut fast überall abgeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)