18. Juni 2013

Regionalblätter wollen Werbung für Scheidencreme nicht drucken

Was ist eigentlich "Intimzensur"?

Die Antwort hat ein deutsches Pharmaunternehmen. Eine solche Zensur wirft es nämlich mehreren Regionalzeitungen vor. Der Firma zufolge haben sich fast 20 Blätter geweigert, Anzeigen für eine medizinische Creme gegen Scheidentrockenheit abzudrucken. Dazu gehörten die Zeitungen "Die Glocke" aus Oelde und die "Westfälischen Nachrichten" aus Münster. Sie hätten in ihrer Begründung auf hauseigene Richtlinien verwiesen.

Das Pharmaunternehmen wirft den Regionalzeitungen eine Doppelmoral vor: Berichte über den Zusammenhang zwischen Oralsex und Kehlkopfkrebs, über den der US-Schauspieler Michael Douglas gesprochen hatte, hätten viele der Blätter ohne Bedenken abgedruckt. Gerade die regionalen Tageszeitungen seien für eine Scheidencreme-Werbung besonders wichtig, da die Zielgruppe der älteren Frauen die am häufigsten läsen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)