18. Juni 2013

Browser-Add-On Ghostery verkauft Nutzerdaten weiter

Wenn etwas nichts kostet, dann bist du nicht Kunde, sondern selbst das Produkt.

Das lässt sich auch für das frei verfügbare Browserzusatzprogramm "Ghostery" sagen. Es erkennt, wenn ein versteckter Dienst private Daten des Nutzers an Websiten übermittelt werden. Das ist häufig bei Werbebannern der Fall. Mit der Software lassen sich solche Skripte auch blockieren. Wenn die entsprechende Funktion aktiviert ist, werden die Daten dazu an die Entwicklerfirma Evidon geschickt. Das Magazin "Technology Review" berichtet, diese Informationen gingen schnurstracks weiter an Werbevermarkter.

Die könnten dann mit den gekauften Daten von acht Millionen Ghostery-Nutzern ermitteln, welche Codes auf einer Website aktiv sind. Das wüssten Website-Betreiber oft nicht, weil die Codes von externen Werbebannern kämen. Laut dem Magazin erkennt Evidon keinen Interessenskonflikt, sondern einen Gewinn an Transparenz und Kontrolle. Elf Millionen Nutzer haben bei Ghostery angeklickt, dass sie ihre Daten nicht mit dem Unternehmen teilen wollen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)