18. Juni 2013
Eine Vergoldung ist teuer - deswegen lohnt es sich immer, dabei an Material zu sparen.
Ein Schweizer Forscherteam hat eine Art Goldfolie entwickelt, die mit einem Bruchteil des Edelmetalls auskommt. Sie besteht aus einem Milchprotein und Goldplättchen. Die Folie entsteht nach dem gleichen Prinzip wie Papier aus Zellulose.
Eine erste Anwendung des Stoffs könnte es in der Gastronomie geben. Dort ist reines Gold als Lebensmittelzusatz "E-175" zugelassen - zum Beispiel, um Desserts zu dekorieren. Weil Milchprotein aus der Nahrung stammt, dürfte es wenig Probleme bei der Genehmigung geben.
Auch für die Schmuckindustrie könnte das Hybridgold interessant sein - allerdings glaubt der Team-Leiter Raffaele Mezzenga, dass sie etwas kritischer reagieren könnte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)