18. Juni 2013

Rumänien/ Bulgarien: Illegaler Kaviar-Handel bringt Donau-Störe an den Rand des Aussterbens

Der hohe Preis von Kaviar macht die Wilderei attraktiv.

Deswegen warnen Tierschutzorganisationen, die EU-weit letzten Stör-Vorkommen in der Donau seien bedroht - und das, obwohl in Rumänien und Bulgarien seit Jahren kein wilder Stör mehr gefangen werden darf. Wie eine Undercover-Recherche ergab, halten sich aber offenbar viele Fischer und Händler nicht daran. Von 30 getesteten Kaviar-Proben waren zwei Drittel falsch oder gar nicht deklariert, was eine illegale Herkunft wahrscheinlich macht. Zum Teil war der Kaviar auch gar kein Kaviar - so dürfen nämlich nur die Eier von Stören genannt werden.

Laut WWF sind heute fünf von sechs Donau-Störarten vom Aussterben bedroht. Die bekannteste Art, der Beluga-Stör, wird über fünf Meter lang. Er lebt im Schwarzen und Kaspischen Meer. Zum Laichen zieht er alle paar Jahre große Flüsse wie die Donau hinauf - früher sogar bis nach Bayern.

Hier gibt es den Bericht über die Undercover-Recherche von WWF und Traffic auf Englisch.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)