19. Juni 2013

Unesco fügt vier deutsche Kulturgüter zu Weltdokumentenerbe hinzu

In Deutschland dürfen sich vier Kulturgüter mehr zum Weltdokumentenerbe zählen.

Mit dabei sind jetzt die Himmelsscheibe von Nebra, das Lorscher Arzneibuch, die Goldene Bulle von 1356 und Schriften von Karl Marx. Die Liste umfasst damit knapp 300 Dokumente, die laut Unesco so historisch bedeutsam sind, dass sie vor dem Vergessen bewahrt werden sollen.

Die Himmelsscheibe von Nebra soll die früheste bekannte Abbildung des Sternenhimmels sein, Fachleute haben ihr Alter auf 3.600 Jahre bestimmt. Das Lorscher Arzneibuch wurde in einem Benediktinerkloster in Hessen gefertigt. Es gilt als ältestes erhaltenes Medizinbuch deutscher Herkunft. Die Goldene Bulle von 1356 ist das wichtigste Verfassungsdokument des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Von Karl Marx wurden das Kommunistische Manifest und der erste Band des Kapitals ausgesucht, weil die Bücher weltweit großen Einfluss auf soziale Bewegungen gehabt haben.

Deutschland ist jetzt mit insgesamt 17 Einträgen im Unesco-Register verzeichnet, unter anderem mit der Gutenberg-Bibel, dem Nibelungenlied und Beethovens Neunter Symphonie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)