19. Juni 2013
Wenn jemand den Klimawandel anzweifelt, dann hat er keine Ahnung.
Das ist, verkürzt gesagt, das Ergebnis einer Studie der Uni Hamburg. Im Fachjournal "Global Environmental Change" schreiben die Forscher, dass sie 3.000 Leute in Deutschland zum Klimawandel interviewt haben. In der repräsentativen Umfrage kam heraus, dass nur zwei Prozent der Befragten "Totalleugner" sind und völlig am Klimawandel zweifeln. Fünf Prozent sagten zwar auch nein, aber nicht so entschieden. Die Mehrzahl der Befragten war dagegen überzeugt, dass der Klimawandel ein ernstes Problem ist.
Die Hamburger Wissenschaftler sagen, dass die Skeptiker sich kaum für Umweltschutz interessierten. Es gebe in Deutschland auch keine typischen Skeptiker. In den USA seien es hauptsächlich Anhänger der weißen Mittelschicht, und sie seien gut vernetzt. Bei uns haben die Leugner laut der Umfrage aber kein klares politisches Profil und kommen aus allen Bildungsschichten. Hier wachse die Zahl der Klimaskeptiker auch nicht sonderlich an, im Gegensatz zu den USA oder anderen angelsächsischen Ländern.
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0959378013000824
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)