20. Juni 2013
Viele Bakterien sind mittlerweile resistent gegen gängige Antibiotika.
Das stellt die Medizin vor große Herausforderungen. Forscher der Harvard Universität sind deshalb mehrere Schritte zurück gegangen und haben überlegt, was in der Antike gegen Entzündungen gemacht wurde: Die Behandlung mit Silber.
Sie haben Mäusen eine Kombination aus einem Antibiotikum und einer kleinen Menge Silber verabreicht. Wie sie im Fachblatt "Science Translational Medicine" schreiben, wirkten die Antibiotika wesentlich besser als zuvor. Ein Bakterienstamm, der schon restistent gegen Antibiotika war, reagierte wieder auf die Behandlung. Das Silber half offenbar dabei, die Zellwände der Bakterien durchlässiger zu machen. Die Mediziner halten die kombinierte Therapie mit Antibiotika und Silber für einen vielversprechenden Ansatz. Die Silberdosis sei so gering, dass sie für den Menschen nicht giftig sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)