20. Juni 2013

Prognose: 2050 zu wenig Ernte-Erträge, um alle Menschen gut zu ernähren

Im Jahr 2050 könnten schon neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Wie sollen da alle genug zu Essen haben?

Das haben sich US-Forscher aus Minnesota gefragt und sehen ein Problem: Sie kommen zum Schluss, dass die Ernte-Erträge vermutlich zu langsam steigen werden. Die Wissenschaftler schreiben im Journal "PLOS One", dass im Jahr 2050 wohl doppelt so viel Reis, Mais, Weizen und Sojabohnen geerntet werden müsste wie heute. Wenn man sich die Ernte-Zuwächse der vergangenen Jahrzehnte ansehe, könne dieser Wert aber nicht erreicht werden.

Die US-Wissenschaftler gehen in ihren Berechnungen allerdings davon aus, dass dann niemand mehr Hunger leiden müsste. Das trifft jetzt nicht zu, es gibt 870 Millionen Unterernährte weltweit. Außerdem schreiben die Forscher, 2050 werde mehr Biosprit verwendet, und die Menschen würden mehr Fleisch und Milchprodukte essen. Um all das zu erreichen, bräuchte man einen höheren Ertrag pro Pflanze, sprich genetisch oder traditionell veränderte Nutzpflanzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)