20. Juni 2013

Fährtenleser aus Namibia sollen Fußbadrücke in Eiszeit-Höhlen interpretieren

Ein Fußabdruck ist nicht mehr als ein Fußabdruck - oder?

Stimmt nicht, meint der Höhlenforscher Andreas Pastoors (vom Neanderthalmuseum in Mettmann). Er erforscht Höhlenmalereien in den Pyrenäen und will jetzt auch Fußspuren in den Höhlen mitbeachten. Dazu holt er sich Hilfe von Buschmännern aus Namibia. Das Volk der San ist bekannt für seine Genauigkeit und die Fähigkeit, Spuren zu lesen, zum Beispiel bei der Jagd. Diese Expertise will sich Pastoors zunutze machen. In der "Kölner Universitätszeitung" erklärt er, was er sich davon erhofft. Die Abdrücke in fünf Höhlen könnten verraten, in welchem Kontext die Bilder entstanden sind. Er glaubt, dass die Fährtenleser aus Namibia feststellen können, ob die Höhlenmenschen vielleicht in Eile oder krank waren oder ob sie etwas getragen haben.

Auch Afrikaforscher von der Universität zu Köln sind an dem Projekt beteiligt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)