20. Juni 2013

Indien: Klimawandel führt zu stärkerem Monsun als bislang vermutet

Der Regen kommt in einem Sturzbach und danach herrscht Trockenheit.

Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung haben jetzt anhand von zehn Simulationsmodellen geschaut, welche Auswirkungen die globale Erwärmung auf den indischen Monsun hat. Die Modelle zeigten: Je stärker die Erwärmung, desto größer die Schwankungen in der Regenzeit. Sie machen den indischen Bauern große Probleme. Denn wenn extrem viel Regen fällt und danach extreme Trockenheit herrscht, zerstört das im schlimmsten Fall die Ernte.

Selbst wenn die Staaten es schaffen, die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, können die Schwankungen laut Studie um bis zu 24 Prozent zunehmen. Wird weiter ungehindert Treibhausgas ausgestoßen, können die Schwankungen bis zu 50 Prozent ansteigen.

In Indien herrscht von Juni bis September Monsun-Zeit. In dieser Zeit fallen 80 Prozent der jährlichen Niederschläge.

Der Fachartikel erscheint in den Geophysical Research Letters.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)