20. Juni 2013

Philosophen entwickeln neues Konzept zur Frage: Was sind Gefühle?

Liebe, Angst, Freude, Wut - die Menschen kennen eine ganze Bandbreite von Gefühlen.

Die Philosophie beschäftigt sich schon seit langer Zeit mit der Frage, was Gefühle eigentlich genau sind. Die Philosophen der Ruhr-Universität Bochum haben jetzt eine neue Theorie entwickelt. Sie nennen sie "integrative Verkörperungstheorie der Emotionen". Ein Gefühl wie zum Beispiel Angst kommt demnach zustande, wenn es ein Objekt gibt, vor dem wir uns fürchten, etwa einen gefährlichen Hund. Unser Verstand nimmt die Gefahr wahr und die körperliche Reaktion, zum Beispiel weil wir Zittern. Außerdem bewertet der Verstand noch das Objekt, denn ein Pudel macht uns keine Angst, ein zähnefletschender Rottweiler schon. Dabei muss das Gefühlsobjekt nicht unbedingt existent sein, man kann ja auch Angst vor Vampiren haben. Bislang beherrschten Theorien die Diskussion, die Gefühle als Sonderfall der Wahrnehmung oder des Denkens beschrieben. Die Bochumer Philosophen zeigen mit ihrer Theorie: Emotionen sind eine eigene Art von mentalem Zustand.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)