20. Juni 2013
Die Mordopfer werden heut viel drastischer dargestellt.
Das findet Christian Hißnauer, Mitorganisator einer Göttinger Tagung, die sich mit dem ARD-Tatort als gesellschaftspolitischem Phänomen beschäftigt. Neben den Leichen in Großaufnahmen wird heute auch der Rechtsmedizin viel mehr Bedeutung beigemessen. Eine weitere Veränderung ist laut Filmwissenschaftler Hißnauer der neue Fokus auf das Privatleben der Ermittler. Das habe mit Schimaski angefangen, der auch oft persönlich in seine Fälle involviert gewesen sei. Der Wissenschaftler glaubt, dass es noch viele Tatorte geben wird, weil das Konzept gut ist: Man hat viele verschiedene parallele Serien. Werde eine mal langweilig, dann könne man sie auslaufen lassen. Und weil es noch genug andere Ermittler gibt, erlebt der Zuschauer keinen Bruch. So könne man sich permanent erneuern und bleibe zukunftsfähig.
Interdisziplinbäre Tatort-Tagung
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)