21. Juni 2013
In unserem Rückspiegel reisen wir 17 Jahre in die Vergangenheit. Damals machten die Geschäfte abends in der Regel noch um 18:30 Uhr zu.
Die damalige Regierungskoalition von Union und FDP fand das nicht mehr zeitgemäß. Immer mehr Menschen wichen nach Feierabend auf Tankstellen und Kioske aus, die länger auf hatten. Lediglich am "langen Donnerstag" konnten die Kunden auch bis 20:30 Uhr einkaufen gehen. Am 21. Juni 1996 wurde im Bundestag eine Gesetzesänderung beschlossen. Wochentags galt nun: Geschäfte dürfen bis 20 Uhr geöffnet haben.
Gewerkschaften und Opposition hatten lange gegen die Änderung gekämpft. Sie befürchteten zum Beispiel das Aus für kleinere Läden, die die langen Öffnungszeiten nicht mitmachen konnten.
Seit 2006 entscheiden die Bundesländer selbst über Ladenöffnungszeiten. In den meisten dürfen Geschäfte wochentags rund um die Uhr auf haben. Nur in Bayern und im Saarland ist um 20 Uhr Schluss.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)