21. Juni 2013

Chlamydien fördern Mutationen in Körperzellen

Chlamydien gehören zu den Bakterien, die beim Sex weltweit am häufigsten übertragen werden.

Jedes Jahr stecken sich 90 Millionen Menschen mit dem Erreger neu an. Forscher des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin präsentieren jetzt einen weiteren Beweis, dass die Bakterien nicht nur Infektionen auslösen können, sondern möglicherweise auch Eierstockkrebs.

Sie beobachteten im Labor, dass die DNA-Moleküle befallener Zellen mehr Brüche aufweisen als gesunde Zellen. Normalerweise startet der Körper dann eine Reparatur oder lässt die Zelle absterben. Nach den Erkenntnissen der Forscher stören Chlamydien diesen Mechanismus aber. Die Folge könne Krebs sein: Die Zellen häuften nach und nach immer mehr Mutationen auf. Durch Signale der Bakterien werde außerdem ein dauerhaftes Zell-Wachstum ausgelöst.

Die Wissenschaftler hoffen, dass ihre Erkenntnisse dazu beitragen, einen Schutz vor Eierstockkrebs zu entwickeln, etwa durch eine Impfung oder eine Behandlung mit Antibiotika.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)