21. Juni 2013

FIFA ändert Abseitsregeln

Ottmar Hitzfeld, Joachim Löw und Jupp Heynkes haben sich schon dafür eingesetzt: Für die Abschaffung des passiven Abseits.

Dazu gibt es jetzt einen kleinen Fußballgrundkurs, damit alle mitkommen: Wenn der Stürmer auf das gegnerische Tor zuläuft, dann steht er dann im Abseits, wenn er der Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte gegnerische Spieler. Also der Torwart ist quasi der letzte und dann muss da noch ein anderer Gegenspieler sein zwischen Stürmer Ball und Torlinie. Noch eine Bedingung gab es bisher: Es wird nur dann gepfiffen, wenn der Spieler, der im Abseits steht, auch aktiv an der Aktion beteiligt ist. Wenn er also nur unbeteiligt rumsteht, wird nicht gepfiffen. Das ist dann ein passives Abseits. Sollte der eben noch unbeteiligte Spieler aber aus Versehen vom generischen Abwehrspieler den Ball erhalten und dann ein Tor schießen, dann zählte das Tor bislang trotz Abseits.

Die FIFA regelt das Ganze jetzt neu: Wenn der Spieler nach einer Abwehraktion des Gegners aus dem Abseits heraus den Ball versenkt, dann wird das Tor nicht mehr gegeben. Die FIFA will damit verhindern, dass der Stürmer durch Nichtstun und von den Fehlern der gegnerischen Abwehr zu viel profitiert.

Ob das die Sache leichter macht, ist nicht klar. Fußballexperten fordern eigentlich, das Abseits entweder ganz abzuschaffen oder umgekehrt einfach jedes Abseits zu pfeifen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)