21. Juni 2013
In Deutschland ist etwa ein Prozent der Bevölkerung von chronischer Epilepsie betroffen.
Diese Krampfanfälle sind potentiell lebensgefährlich und sie bedeuten für Betroffene eine große Einschränkung im täglichen Leben.
Bisher zielt die medikamentöse Therapie lediglich darauf ab, die Wahrscheinlichkeit für einen Anfall zu verringern.
US-Forscher schreiben jetzt im Fachjournal "Neuron", dass sie einer Behandlung auf der Spur sind, die Epilepsie komplett verhindert. Sie haben bei Versuchen mit Mäusen einen Rezeptor im Gehirn mit dem Namen "TrkB" lokalisiert, der anscheinend eine wichtige Rolle bei der Erkrankung spielt. Bei den Tieren ließen sich demnach Krampfanfälle ausschalten, wenn die Rezeptoren blockiert wurden.
Die Forscher sprechen sich deshalb dafür aus, ein Medikament zu entwickeln, dass die Signalübertragung der verdächtigen Rezeptoren auch beim Menschen hemmt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)