21. Juni 2013
Diese Handlungen haben das Wesen des demokratischen Regierungssystem bedroht, deswegen werden die Gerichtsakten freigegeben.
So zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" den Bundesrichter, der die Akten zur Watergate-Affäre freigegeben hat. Damit gab er dem Antrag eines Historikers statt, der die Affäre anhand der Gerichtsprozesse näher beleuchten will. Jetzt muss das Archiv die Gutachten veröffentlichen, die damals im Prozess gegen die vier Einbrecher der Strafzumessung zugrunde lagen. Der Historiker interessiert sich dabei vor allem für die Hintermänner - er will herausfinden, wer genau den Auftrag für den Einbruch gab.
Die Watergate-Affäre ereignete sich während der Amtszeit von Richard Nixon Anfang der 70er Jahre. Das von Nixon gegründete Komitee zur Wiederwahl des Präsidenten wurde mit ominösen Spendengeldern ausgestattet und veranlasste unter anderem das Abhören der gegnerischen Demokraten. Dafür wurden fünf Männer beauftragt, die in die Büros im Watergate-Komplex einbrachen, dabei erwischt wurden und vor Gericht landeten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)