21. Juni 2013
Wie gut wäre es, wenn abgestorbene Gehirnzellen einfach nachwachsen würden?
Forschern der Universität Bern ist jetzt erstmals der Nachweis gelungen, dass bei erwachsenen Fruchtfliegen genau das passiert: In bestimmten Hirnregionen produziert die Fliege neue Nervenzellen. Um das zu beweisen, haben die Wissenschaftler ein Zell-Verfolgungs-System entwickelt. Die Neuronen werden mit Leuchtfarben markiert, so kann jede Zelle auch nach ihrer Teilung einer Ursprungszelle zugeordnet werden. Die Zellen, die keine Farbe haben, müssen also neu sein. Außerdem fanden sie ein Gen, das aktiv wird, sobald das Gehirn beschädigt wird. Das Gen aktiviert dann schlafende Stammzellen und die produzieren frische Neuronen.
Nun hoffen die Forscher, ihre Erkenntnisse irgendwann auf den Menschen übertragen zu können, um etwa der Heilung von Alzheimer oder Parkinson näher zu kommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)