24. Juni 2013
Unser Rückspiegel bringt uns mitten in den Ost-West-Konflikt, nämlich zum Beginn der Berlin-Blockade heute vor 65 Jahren.
Am 24. Juni 1948 sperrten die Sowjets alle Land- und Wasser-Verbindungen nach West-Berlin. Daraufhin richteten die West-Alliierten eine Luftbrücke ein, um die mehr als zwei Millionen Einwohner zu versorgen. Schon zwei Tage nach Beginn der Blockade brachten die ersten Flugzeuge Lebensmittel in die eingeschlossene Stadt. Zum Höhepunkt der Luftbrücke landeten pro Tag mehr als 1.000 "Rosinenbomber". Sie transportierten außer Nahrungsmitteln auch Windeln, Kohle und sogar Stück für Stück ein ganzes Kraftwerk.
Die Sowjets hatten mit der Berlin-Blockade darauf reagiert, dass die West-Allierten ohne Absprache mit Moskau die D-Mark eingeführt hatten. Die Sperre dauerte ein knappes Jahr, bis zum 12. Mai 1949. Dann kamen wieder LKW aus der Bundesrepublik durch. Der erste Laster kam aus Braunschweig und brachte - Gurken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)