24. Juni 2013
Passend zu unserem Tagesthema schauen wir in unserer Rubrik Glasklar nach Brasilien.
Dort gibt es Proteste weil die Regierung zuviel Geld für die Fußball-WM ausgibt. Das Land hatte schon einmal ein umstrittenes Großprojekt: Brasília. 1891 wurde beschlossen, statt Rio de Janeiro eine neue Hauptstadt zu bauen. 31 Jahre später erfolgte die Grundsteinlegung in der geografischen Mitte des Landes, weitab von der Zivilisation. (Die nächste Eisenbahnstation lag 125 Kilometer weg, der nächste Flugplatz 190 Kilometer). Der Grundriss der Stadt hat die Form eines Kreuzes. Der brasilianische Architekt Oskar Niemeyer entwarf alle öffentlichen Gebäude. Seit 1987 steht Brasília auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Heute leben in der Kernstadt etwa 200.000 Einwohner, vorwiegend aus der Mittel- und Oberschicht. Wohnraum für die Arbeiter, die zum Bau herangezogen wurden, war in der Stadtplanung nicht vorgesehen. Sie siedelten sich im Umland an.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)