24. Juni 2013
Normalerweise steht er mit seinen Bandkollegen der Gruppe "Replikas" auf der Bühne.
In den vergangenen Wochen aber war der türkische Musiker Burak Tamer auf dem Istanbuler Taksim-Platz und protestierte. In einem Interview mit der "taz" sagt er, dabei habe er sich zum ersten Mal in der Türkei zuhause gefühlt. Trotz Übermüdung habe er eine Energie wie nie zuvor verspürt. Auch die Kreativität explodiere gerade. Tamer findet, dass sich Lieder besonders gut eignen, um die Ergeignisse in ein kollektives Gedächtnis zu überführen. Auch jetzt noch, nach der Räumung des Gezi-Parks, staune er über die kreativen Proteste. Neben stillen Demonstrationen gibt es ihm zufolge auch immer wieder spontane Diskussionsrunden auf öffentlichen Plätzen.
Außerdem war Tamer überrascht, wie hilfreich und freundlich die Demonstranten untereinander waren. Je sinnloser die Gewalt der Polizei, desto höflicher und aufmerksamer sei man miteinander umgegangen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)