24. Juni 2013
In der Schule sollten alle Kinder die gleichen Chancen haben - egal aus welcher sozialen Schicht sie kommen.
Das ist das Ideal, von dem wir noch weit entfernt sind. In dem so genannten Chancenspiegel im Auftrag der Bertelsmann Stiftung heißt es: Schon in der Grundschule ist die soziale Herkunft entscheidend für den Bildungserfolg. Kinder aus niedrigeren Schichten liegen demnach im Lesen im Schnitt ein Jahr hinter Kindern aus der Oberschicht. Auch beim Wechsel zwischen den Schulsystemen hat sich laut der Studie wenig getan. Nach wie vor wechseln laut der Analyse mehr Schüler zu niedrigeren Schulformen, also zum Beispiel vom Gymnasium zur Realschule, als andersherum.
Bei den einzelnen Bundesländern sehen die Studienautoren der Unis Dortmund und Jena verschiedene Defizite: In Mecklenburg-Vorpommern brechen zum Beispiel besonders viele die Schule ab. In Bayern ist der Unterschied zwischen Kindern aus sozial schwächeren und höheren Schichten besonders groß. Das Fazit der Bertelsmann Stiftung: Mit der Chancengerechtigkeit geht es im Schneckentempo voran.
Hier geht's zur Kurzfassung der Studie
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)