24. Juni 2013

Schweden hat Probleme mit zu wenig Frauen in Führungspositionen

Schweden ist für viele das Musterland der Geschlechter-Gleichberechtigung.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gilt als gut und der Anteil von Frauen in Führungspositionen lag im vergangenen Jahr bei 36 Prozent. Der schwedischen Regierung ist das aber nicht genug. Finanzminister Anders Borg hat der Industrie jetzt mit einem Gesetz gedroht. Die Zeitung "Dagens Nyheter" zitiert ihn mit den Worten, die Entwicklung gehe viel zu langsam. Die Unternehmen hätten nicht annähernd so viele Frauen eingestellt, wie sie das versprochen hätten. Borg findet deshalb, dass der Wirtschaft die Argumente gegen eine gesetzliche Frauenquote ausgehen.

Vor Kurzem hatten neue Zahlen gezeigt, dass der Frauenanteil in Führungspositionen in Schweden sogar wieder gesunken ist. Das Nachbarland Norwegen hat seit sieben Jahren eine gesetzliche Quote. In Deutschland war im April ein Gesetzentwurf dazu im Bundestag gescheitert. Vorgelegt hatte ihn der rot-grün dominierte Bundesrat.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)