24. Juni 2013
Schnell, aber nichts dahinter?
Das ist laut dem Portal "Technology Review" das Problem mit chinesischen Supercomputern. In der vergangenen Woche wurde eine neue Top-500-Liste der schnellsten Rechner veröffentlicht. Auf Platz 1: "Tianhe-2", auf Deutsch "Milchstraße-2". "Tianhe-1A" war vor drei Jahren der erste chinesische Computer, der an der Spitze der Supercomputer stand. "Technology Review" zitiert einen der Herausgeber der Liste, den US-Professor Jack Dongarra. Er sagt, dass die Computer zwei Arten von Prozessoren so kombinieren, dass sie zwar theoretisch schnell sind. In der Praxis lässt sich die Leistung aber nicht nutzen.
Ähnliche Kritik kommt auch von chinesischen Experten. Ein Privatdozent der Chinesischen Akademie der Wissenschaften vermutet, den Entwicklern gehe es vor allem um Bestmarken. Die bedeuteten nämlich Prestige und Fördergelder für das Institut. Die Leistung eines solchen Computers ist seines Erachtens aber bedeutungslos, wenn man sie nicht nutzen kann.
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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)