24. Juni 2013
Die Latinos lieben ihre Fernsehserien - auf Facebook und Twitter protestieren viele Menschen jetzt aber gegen eine neue Serie aus Kolumbien.
"Tres Caines" erzählt dort die Geschichte der "Castano-Brüder". Die gab es wirklich. Aus Rache für den Tod ihres Vaters gründeten sie eine paramilitärische Organisation. Sie zog mordend und plündernd durchs Land, mischte im Drogenhandel mit und verübte Attentate auf linke Politiker. Der Dramaturg Mauricio Navas kritisierte, es sei Fernsehen ohne Gewissen. Auch Menschenrechtsgruppen und Opferverbände werfen dem Sender der Serie vor, den bewaffneten Konflikt ausschließlich aus der Sicht der Täter zu zeigen. Es fehle der politische Kontext. Der Drehbuchautor der Telenovela Gustavo Bolivar sieht sich allerdings als Aufklärer. Er wolle mit der Serie eine Debatte anstoßen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)