24. Juni 2013
Wir wissen, dass Fleischkonsum ein Problem für Natur, Tier und Mensch sein kann - und trotzdem können wir nicht damit aufhören.
Der Kulturwissenschaftler Manuel Trummer meint, dass es dafür verschiedene Ursachen gibt. Er schreibt im Museumsmagazin mit dem Schwerpunkt "Essen in Deutschland", zum einen sei Fleisch in Deutschland kulturell verankert: Als Zeichen für Wohlstand. Außerdem gebe es den "rituellen Fleischverzehr", zum Beispiel die Martinsgans oder den Sonntagsbraten. Und: In Deutschland seien wir der Ansicht, dass besonders Männer Fleisch brauchen - am besten Grillfleisch. Dem Kulturwissenschaftler zufolge ändern sich unsere Essgewohnheiten nur sehr langsam. Was wir als Kind gegessen hätten, wollten wir auch später essen.
Trummer meint, damit wir dauerhaft weniger Fleisch essen, müssten Politik, Medien und die Fleischindustrie an einem Strang ziehen und eine andere Kultur des Fleischessens etablieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)