24. Juni 2013

Sozialphobiker können Verhalten mit Filmszenen trainieren

Sie meiden Orte, an denen viel los ist.

Menschen mit sozialer Phobie ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück: Sie haben Angst, dass andere sie nicht mögen. Forscher der Universität East Anglia in Großbritannien haben jetzt ein neues Programm entwickelt. Menschen mit sozialer Angst können damit zwischenmenschliches Verhalten anhand von hundert Filmszenen üben: vom Small-Talk übers Einkaufen bis zum Bestellen in einer Bar. Dabei wird das Bild des Patienten in Lebensgröße in die jeweilige Szene projiziert. So kann er sich selbst in der Szene beobachten. Sechs Sozialphobiker haben das Programm bislang getestet. Laut der Uni konnten sich die Patienten danach im sozialen Umgang mehr öffnen.

Alle Ergebnisse des Projekts sind im Journal "Cyberpsychology, Behaviour and Social Networking" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)