25. Juni 2013
Beim Thema Fracking sorgten Videos von brennendem Leitungswasser für Unruhe (zum Beispiel im Dokumentarfilm "Gasland" - Trailer bei ca. Minute 2:20.
Eine weitere Studie aus den USA verstärkt die Sorge, dass durch diese umstrittene Erdgas-Fördermethode das Trinkwasser vergiftet werden kann. Die Forscher untersuchten das Wasser aus 141 Brunnen in den Appalachen. Wie sie im Fachjournal "PNAS" schreiben, fanden sie in vier von fünf Proben Methan - und zwar umso mehr, je näher der Brunnen an dem Fracking-Gebiet war. Dabei wurden auch die zulässigen Grenzwerte überschritten. Außerdem konnten die Wissenschaftler in den Trinkwasserbrunnen erstmals auch Ethan und Propan nachweisen. Für sie ist klar, dass das keine natürliche Ursache haben kann.
Eine Studie im Auftrag der US-Behörden in Arkansas war dagegen zu dem Ergebnis gekommen, dass durch das Fracking kein Wasser vergiftet werde.
Bei dieser Methode wird unter hohem Druck Wasser mit Chemikalien in Gestein gepresst. Damit sollen sich auch Gasvorkommen ausbeuten lassen, die bisher nicht als profitabel galten.
In Deutschland hat die Politik Fracking-Pläne vorerst gestoppt - zumindest bis nach der Bundestagswahl.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)