25. Juni 2013

Friedensforscher über den Nutzen von humanitären Einsätzen

Bringen humanitäre militärische Einsätze wirklich Frieden oder reduzieren sie zumindest die Zahl der Toten?

Die Forscher der Hessischen Stiftung für Friedens und Konfliktforschung haben das untersucht. Dafür nahmen sie Interventionen zwischen 1947 und 2005 unter die Lupe, wie zum Beispiel die in Ruanda oder im Kongo. Insgesamt erfasst die Studie rund 30 Einsätze. Die Wissenschaftler haben dann untersucht, wie sich die Lage im Land verändert hat.

Ihr Fazit: Auch humanitäre Einsätze schaffen keinen Frieden. Nur in etwa einem Drittel endete die Gewalt innerhalb eines halben Jahres nach Beginn des Militär-Einsatzes. In Einzelfällen konnte aber dafür gesorgt werden, dass es weniger Opfer gab.

Besonders große Probleme gibt es laut den Forschern immer dann, wenn ein Militäreinsatz mit zu wenigen Ressourcen ausgestattet ist. Schlecht ist es auch, wenn diejenigen, die angreifen, das nicht nur aus humanitären Gründen tun, sondern noch andere Interessen verfolgen.

Den gesamten Bericht der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung zum Nachlesen gibt es hier

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)