25. Juni 2013
Der Mensch ist ein Herdentier und braucht soziale Bestätigung - deshalb ist er auch bei Facebook.
So erklärt Medienpsychologe Tobias Dienlin hier auf DRadio Wissen, warum viele Menschen in sozialen Netzwerken Privates von sich preisgeben. Dabei verhält sich jemand laut Dienlin online ganz ähnlich wie offline. Wer im wirklichen Leben eher extrovertiert ist, postet auch im digitalen Leben mehr von sich, als jemand, der sonst eher schüchtern agiert. Und wer Freunden von seinen Erfolgen erzählt, weil er Bestätigung sucht, der sucht dieses Feedback auch bei Facebook oder Google+. Aber nur wenige geben wirklich alles von sich preis: Von Rückschlägen oder Krankheiten beispielsweise erzählen die wenigsten - online wie offline. Der große Unterschied zwischen der digitalen und der analogen Welt ist laut Dienlin, dass im Netz alles gespeichert bleibt und damit auch noch Monate später auffindbar ist.
[Hier|http://wissen.dradio.de/datenschutz-privatsache.33.de.html?dram:article_id=250772] kann das Interview nachgehört werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)