26. Juni 2013
Wissenschaftler gehen den Dingen ja gern einmal auf den Grund - im Fall des Bodensees kann man das wörtlich nehmen.
Das Institut für Seenforschung hat das laufende Projekt "Tiefenschärfe" vorgestellt, mit dem es den Bodensee neu vermessen will. Dafür tastet ein Forschungsschiff den Grund des Sees mit einem Fächerecholot ab. Damit ist zum ersten Mal ein hochauflösendes, dreidimensionales Geländemodell möglich. Im flachen Wasser kann der Echolot nicht eingesetzt werden, dort wird von einer fliegenden Plattform aus per Laserscanner gemessen.
Mit dem Verfahren kann man sehen, wo sich Sedimente anlagern oder wo zum Beispiel Gas austritt. Dabei sind besonders die Ufer und Zuflüsse zum See interessant: Mit den neuen Daten können Badestege oder Versorgungsleitungen besser geplant werden. Auch die Schifffahrt und damit die Touristen profitieren durch bessere Karten von den Messungen. Mitte 2015 sollen die Ergebnisse vorgestellt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)