26. Juni 2013

Hunger verändert Verhalten - auch Fruchtfliegen riskieren mehr

Ungeduldig, genervt oder risikofreudig - Hunger beeinflusst das Verhalten von Mensch und Tier.

Das haben wir vielleicht schon geahnt, jetzt haben es Wissenschaftler erneut bestätigt - und zwar anhand von Fruchtfliegen. Die Forscher vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie untersuchten, wie die Fliegen mit Kohlendioxid umgehen. Das Gas mögen sie von Geburt an nicht. Im Test zeigte sich: Hungrige Fliegen überwanden die Abneigung schneller als satte Fliegen, zumindest dann, wenn sie gleichzeitig Futter rochen. Der Hunger machte sie also risikofreudiger.

Die Wissenschafler erklären im Fachjournal "Current Biology", dass hungrige Fliegen sich auf einen anderen Schaltkreis im Gehirn verlassen als satte Fliegen. Knurrt der Magen, besinnen sie sich auf Hirnzentren, mit denen sie interne und äußere Signale abwägen können. Sind sie satt, schalten sie auf direkte Entscheidungswege um - und folgen ihrem angeborenen Fluchtinstinkt bei CO2-Geruch.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)