26. Juni 2013

Neue Ultraschalluntersuchung für Schwangere ab Juli stößt auf Kritik

Ab der kommenden Woche haben Schwangere Anspruch auf eine neue Ultraschalluntersuchung.

Darüber informiert ein neues Merkblatt. Schon bevor es in Frauenarztpraxen ausliegt, regen sich Gynäkologen darüber auf. Die neue Leistung ist ein erweiterter Ultraschall in der 20. Woche. Den müssen Frauenärzte anbieten und Krankenkassen bezahlen. Dabei wird nach Fehlbildungen des Ungeborenen gesucht, anhand der Form von Hirn, Herz und anderen Organen. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bemängelt ein leitender Arzt des Bonner Uniklinikums, dass nicht Spezialisten die Bilder bewerten, sondern niedergelassene Frauenärzte. Sie müssen dafür nur einen kurzen Online-Test machen.

Kritisiert wird auch die Formulierung in dem Merkblatt zum Recht auf Nichtwissen, etwa, wenn eine Mutter das Kind in jedem Fall bekommen möchte. In der "FAZ" sagt die Vertreterin eines Betroffenenverbands, man müsse in der Broschüre darauf hinweisen, dass auch einige unheilbare Krankheiten besser behandelt werden können, wenn man früh Bescheid weiß.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)