26. Juni 2013

"Selfie"-Trend als Demokratisierung des Selbstportraits

Das "Oxford Dictionary" überlegt schon, das Wort aufzunehmen: Selfie - also ein Selbstportrait, das man macht, um es auf Facebook & Co. hochzuladen.

Das Phänomen geht bis mindestens 2004 zurück - damals tauchten die Bilder erstmals unter der Bezeichnung "Selfie" bei Flickr und MySpace auf. Ein Jahr später war es schon im Onlinewörterbuch "Urban Dictionary" verzeichnet, in dem Netz-Nutzer Erklärungen für Slang-Begriffe sammeln. Heute nervt es manche Internetnutzer, dass so viele Selfies kursieren - und C-Promis damit gern mal für Ersatz sorgen, wenn sich gerade keine Paparazzi für sie interessieren.

US-Medienpsychologin Pamela Rutledge findet den Selfie-Trend interessant. Sie sagt, das sei eine Art Demokratisierung des Selbstportraits - früher hätten das schließlich nur Maler machen können, die dann aber viel Zeit investieren mussten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)