27. Juni 2013
Am Great Barrier Reef findet jedes Jahr im australischen Sommer eine Massenwanderung von Fischlarven statt.
Wie Lachse kehren sie an ihr Heimatriff zurück - obwohl die Strömung viele von ihnen bis zu 15 Kilometer weit mitreißt. Biologen der Uni Oldenburg fanden heraus, dass die Larven dazu eine Art Sonnenkompass benutzen. Zwar können sie ihr Zuhause auch erschnüffeln. Das funktioniert aber nur bis zu einer Entfernung von etwa zwei Kilometern. Auf größeren Distanzen orientieren sich die Korallenfischlarven am Stand der Sonne und schwimmen so genau entgegengesetzt der vorherrschenden Strömung.
Dazu müssen sie über eine Art innere Uhr verfügen. Ein Laborexperiment brachte den Beleg dafür: Als die Forscher den Tag-Nacht-Rhythmus der Tiere um sechs Stunden vorstellten, schwammen sie in die entgegengesetzte Richtung.
Die Wissenschaftler vermuten, dass diese Fähigkeiten der Navigation nicht nur bei Korallenfischen vorkommen, sondern bei vielen Meereslebewesen.
http://www.presse.uni-oldenburg.de/mit/2013/274.html
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)