27. Juni 2013

Rückspiegel: Heute vor 40 Jahren kalter Staatsstreich in Uruguay

Jetzt führt uns der "Rückspiegel" 40 Jahre zurück in die südamerikanische Geschichte.

Damals steckte Uruguay in einer Wirtschaftskrise und kämpfte gegen die linken "Tupamaros"-Guerilleros. Ihr Name bezieht sich auf den letzten Inka-Herrscher Túpaq Amaru. Am 27. Juni 1973 löste Uruguays Präsident Juan María Bordaberry mit Hilfe der Armee das Parlament auf.

Die Diktatur dauerte zwölf Jahre: bis 1985. Während dieser Zeit regierten Militärs und Zivilisten gemeinsam. Es gab Repression und Verfolgung: Politische Parteien waren verboten, linke Führer wurden verfolgt und hingerichtet. Laut "Amnesty International" war zeitweise jeder 50. Uruguayer inhaftiert. Mehrere hundert gelten als verschwunden.

Heute ist eine Nachfolge-Partei der "Tupamaros"-Guerilla an Uruguays Regierung beteiligt. Das Land bemüht sich, die Verbrechen während der Diktatur aufzuklären.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)