27. Juni 2013

Entwicklungs- und Schwellenländer ziehen mehr Investitionen an

Die Reichen kommen zu den Armen.

Nach Angaben der UNO haben die Entwicklungs- und Schwellenländer im vergangenen Jahr erstmals mehr ausländische Investitionen angezogen als die Industriestaaten. Wie die UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung mitteilte, investierten ausländische Firmen rund 700 Milliarden Dollar in armen Ländern oder aufstrebenden Wirtschaftsnationen. Zu letzteren zählt allerdings auch China, das - gemessen am Bruttoinlandsprodukt - die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist. China und die Sonderverwaltungszone Hongkong liegen nach den USA auf den Spitzenplätzen der attraktivsten Länder für Investoren.

Gründe für den Zuwachs sind vor allem die niedrigen Löhne und der schnell wachsende Konsum in den Entwicklungsländern, sowie die Bodenschätze, die dort zu finden sind. Insgesamt engagierten sich die Unternehmen 2012 weniger im Ausland. Weil die Weltwirtschaft insgesamt schwächelt, sank die Gesamtsumme der grenzüberschreitenden Investitionen um ein Fünftel auf 1.350 Milliarden Dollar.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)