27. Juni 2013
Sie werden oft gebraucht, sind aber nur schwer herzustellen.
Die Rede ist von Nanokristallen, in diesem Fall von nanokristallinem Cerdioxid. Das wird in Sonnencremes und medizinischen Präparaten, aber auch für Elektroden in Brennstoffzellen und in Katalysatoren verwendet, wo es giftiges Kohlenstoffmonoxid in Kohlenwasserstoffe umwandelt. Cerdioxid ist Mangelware. Das Metall Cer gehört zu den Seltenen Erden, die fast nur in China abgebaut werden und ihrem Namen alle Ehre machen. Hinzu kommt, dass es bisher ein sehr aufwändiger Prozess war, daraus Cerdioxid herzustellen.
Wissenschaftlern einer australischen Universität und des Helmholtz-Zentrums in Dresden ist es nun erstmals gelungen, nanokristallinem Cerdioxid direkt beim Wachsen zuzusehen. Mithilfe verschiedener spektroskopischer Techniken fanden sie heraus, dass die Herstellung der Nanokristalle erheblich vereinfacht werden kann, indem zum Beispiel der ph-Wert der Lösung richtig eingestellt wird und das Cer speziell vorbehandelt wird. Die Forscher gehen davon aus, dass ihr Untersuchungsansatz auch auf jede andere Sorte metallischer Nanokristalle übertragen werden kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)