27. Juni 2013
Lemuren sind ganz schön clever, wenn´s ums Futtern geht.
Aber Verhaltensforschern zufolge sind nicht alle gleich schlau: Diejenigen aus größeren sozialen Gruppen haben demnach eine besonders gute Beobachtungsgabe. Sie schätzten die Aufmerksamkeit ihres Gegenübers besser ein als Tiere, die in kleineren Familien aufgewachsen seien. Wie die Forscher im Fachjournal "PLOS ONE" schreiben, waren insgesamt 60 Lemuren aus sechs verschiedenen Arten an ihren Experimenten beteiligt. Dabei wurden die Affen mit Futterstückchen auf einem Tisch geködert. Die Tiere kamen an einen Tisch mit jeweils zwei Tellern mit Futter, zwischen denen sie wählen konnten. Vor einem der Teller saß ein Mensch, der ihn beobachtete, vor dem anderen einer, der dem Affen den Rücken zudrehte oder zumindest wegschaute.
Das Ergebnis: Die meisten Lemuren erkannten, welcher Teller unbeobachtet war und nahmen sich das Futter von diesem. Die Wahl war allerdings schneller und eindeutiger, wenn das Tier einer Art angehörte, die in größeren sozialen Gruppen lebt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)