27. Juni 2013
Was für den Verbraucher nützlich klingt, ist möglicherweise einfach ein gutes Geschäftsmodell.
Der populäre Blogger Sascha Pallenberg hat die Macher des Werbeblockers "AdBlock Plus" als "mafiöses Werbenetzwerk" kritisiert. Das Unternehmen lasse sich dafür bezahlen, eben doch Werbung durchzulassen.
"AdBlock Plus" ist ein Add-On, das eigentlich verhindern soll, dass unerwünschte Werbung auf dem heimischen Browser auftaucht. Viele Webseitenbetreiber haben dadurch aber große Einbußen. Sie können zwar über ein bestimmtes Netzwerk Werbelinks schalten, die nicht zwangsläufig geblockt werden. Allerdings bekommt dann das Netzwerk 30 Prozent vom Umsatz. Pallenberg kritisiert, dass der Geldgeber dieses Netzwerks auch in "AdBlock Plus" investiert habe. Er beschreibt das Geschäftsmodell so: "Wir sperren dir als Betreiber alle Werbelinks auf deiner Seite, schalten sie aber gerne wieder frei, wenn du uns 30 Prozent vom Umsatz abgibst."
Die Macher des Werbeblockers bestätigten die Zusammenhänge weitgehend. In einer Stellungnahme heißt es aber, man sehe "in der Vernetzung keinen Gewissenskonflikt."
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)