27. Juni 2013
Der Sumatra-Tiger ist vom Aussterben bedroht.
Wie schlimm es um die Art steht, zeigt die Studie einer US-Universität und der Naturschutzorganisation WWF. Die Wissenschaftler beobachteten vor allem, wie dicht die Tiere in Sumatra aufeinander leben. Ergebnis: Auf einer Fläche von 100 Quadratkilometern fanden sie oft nur einen Tiger.
Die Wissenschaftler berichten, dass es schwierig gewesen sei, überhaupt Spuren zu finden. Im Schnitt habe es 590 Tage gedauert, bis die aufgestellten Kamerafallen ein Tigerfoto im Kasten hatten.
Um die Tiere besser zu schützen, reicht ein Jagdverbot nach Ansicht der Wissenschaftler nicht aus. Offensichtlich fühlten sich die Tiger auch durch Menschen gestört, wenn diese im Wald Holz sammelten oder ihre Felder bestellten. In solchen Gegenden lebten besonders wenige Tiger.
Die Studie ist im Fachmagazin "Oryx" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)