27. Juni 2013

Sportwissenschaftler fordern andere Auswahlkriterien für Olympische Athleten

Das Prinzip "Endkampfchance" im deutschen Sport klingt wie aus einer anderen Zeit.

Verbände sollten sich denn auch davon verabschieden. Das fordern die Autoren einer umstrittenen Doping-Studie im Auftrag des Bundesinstituts für Sportwissenschaft. "Endkampfchance" bedeutet, dass ein Sportler nur für Olympia nominiert wird, wenn er die Chance hat, unter die ersten acht Plätze zu kommen. Die Forscher der Unis Münster und Berlin bezeichnen diese Methode als starken "Dopinganlass". Schon lange wird kritisiert, dass hier mit internationalen Sportlern verglichen wird, die vermutlich ihrerseits dopen. Ohne unerlaubte Substanzen könne man kaum mithalten. Die Wissenschaftler fordern deshalb, der Deutsche Olympische Sportbund müsse sich von dem Auswahlkriterium trennen.

Die Studie "Doping in Deutschland" war schon vor fünf Jahren in Auftrag gegeben worden und hätte schon mehrfach vorgestellt werden sollen. Das wurde immer wieder verhindert, angeblich aus Datenschutzgründen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)