27. Juni 2013
Drei Millionen Jahre Zahnschmerzen.
Darunter hatten womöglich die frühzeitlichen Elefanten in Afrika zu leiden. Eine Studie in einem Fachblatt hat ergeben, dass die Tiere vor acht Millionen Jahren ihre Ernährung auf Gras umstellten, ihre Zähne sich aber erst viel später anpassten. Der britische Studienautor hatte sich fossile Elefantenzähne und Pflanzenreste angesehen.
Erst einmal hatten die Elefanten-Urahnen demnach noch niedrige, runde Zähne, mit denen sie im Wald an Blättern knabbern konnten. Als Afrika mehr und mehr zum Grasland wurde, stiegen auch die Tiere auf Grasfutter um. Warum sie die robusten Wiederkäuer-Zähne mit hohen Zahnkronen und Kanten erst so viel später entwickelten, ist nicht ganz klar. Der Forscher vermutet, dass der afrikanische Boden erst später richtig staubig wurde. Und vor allem der Staub nutzt die Zähne ab, sodass die Tiere ein robusteres Gebiss brauchen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)