28. Juni 2013

Phobien lassen sich mit Placebo behandeln

Wenn sie eine Spinne sehen, dann bekommen sie es mit der Angst zu tun.

Menschen mit Phobien leiden häufig darunter, dass die Furcht ihren Lebensalltag bestimmt. Eine Wissenschaftlerin der Karl-Franzens-Universität in Graz hat nun in einem Experiment nachgewiesen, dass die Ursache dafür im Gehirn liegt und dass sie sich erstaunlicherweise mit einem Placebo bekämpfen lässt. Die Forscherin hat 34 Frauen erzählt, sie bekämen gegen ihre Angst ein altes südamerikanisches Heilmittel. Tatsächlich verabreichte sie den Probandinnen harmlose Kieselerde. Trotzdem gaben alle Frauen nach der Behandlung an, nur noch halb so viel Angst zu haben. Die Wissenschaftlerin stellte außerdem Veränderungen in der Gehirnaktivität fest. Zum Beispiel in den Regionen, die für die visuelle Verarbeitung zuständig sind. Das heißt, die Frauen haben Bilder von Spinnen tatsächlich anders gesehen als ohne Placebo.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)