1. Juli 2013
Das ist einfach unfair!
So haben sich Studenten bei der Neurowissenschaftlerin Barbara Sahakian von der Universität Cambridge beschwert. Sie sagten, ihre Kommilitonen nähmen häufig Ritalin oder ähnliche Medikamente, um ihre Gehirnleistung zu erhöhen. Studenten, die keine Drogen nähmen, hätten klare Nachteile.
Barbara Sahakian fordert deshalb zufällige Drogentests bei Examen, ähnlich wie bei der Tour de France. Ritalin und ähnliche Medikamente sollen eigentlich bei ADHS helfen. Die Pillen fördern die Konzentration und helfen dem Kurzzeit-Gedächtnis auf die Sprünge. Nur Patienten mit Aufmerksamkeitsstörungen dürfen das Medikament nehmen, in den vergangenen Jahren hat sich aber offenbar ein Schwarzmarkt an Unis entwickelt. Die "British Psychological Society" untersucht die Vorfälle gerade.
Der "Telegraph" schreibt, dass bei einer Umfrage an der Uni Cambridge einer von zehn Befragten zugegeben hat, schon einmal Ritalin, Modanil oder Adderall genommen zu haben. Ein Drittel sagte demnach, sie würden solche Medikamente nehmen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)