1. Juli 2013
Der Hintergrund der Aktion war Verzweiflung, das dürfe man nicht vergessen.
Das sagte Pro-Asyl Geschäftsführer Günter Burkhardt im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur zum beendeten Hungerstreik in München. Seiner Meinung nach redet man derzeit zu viel über das Versammlungsrecht, während die eigentlichen Ursachen aus dem Blick gerieten. Die Isolierung in Lagern, die zwangsweise Versorgung mit Essenspakten - das seien die Gründe, die Menschen in eine so große Verzweiflung trieben, dass es zu solchen Aktionen komme. Pro-Asyl könne nicht akzeptieren, dass die Politik so kaltherzig reagiere, ohne selbst über die eigene Verantwortung nachzudenken.
Gestern hatte die Polizei mit einem Großaufgebot das Zeltlager am Münchner Rindermarkt geräumt. Dort wollten rund 50 Menschen mit einem Hungerstreik die Anerkennung ihrer Asylanträge erkämpfen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)