1. Juli 2013
Wer beim Essen schweigt, der bekommt Verstopfung.
Das meinen zumindest die Chinesen und sind deswegen in Restaurants immer recht laut. So erklärt es der Toursimusforscher Wolfgang Georg Arlt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Auf diese Gewohnheiten sollte man sich in der deutschen Tourismusbranche besser einstellen. Denn vergangenes Jahr haben die Chinesen zum ersten Mal die Deutschen als Reiseweltmeister abgelöst und rund 100 Millarden Dollar im Ausland ausgegeben. Die meisten Chinesen seien mit dem Service hierzulande unzufrieden. Das beginnt laut Arlt schon damit, dass sie an der Hotel-Rezeption falsch angesprochen werden, weil Vor- und Nachname bei Chinesen vertauscht sind. Oder man halte sie - noch schlimmer - für Japaner. Auch beim Hotel-Frühstück serviere man eher japanisches Sushi statt Reis und salziges Gemüse.
Das Kuriose: Laut Umfragen des Tourismusforschers mögen die meisten Chinesen gar keine Fernreisen. Die Flüge sind zu lang und das Essen schmeckt nicht. Allerdings gilt Reisen in China als Statussymbol - wer bereits Auto und Haus besitzt muss unterwegs sein, um Eindruck zu schinden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)